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KUBORN Mathias

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Re: KUBORN Mathias

Posted: 12 Jun 2013 10:54PM GMT
Classification: Query
KUBORN, Mathias, Mitglied des Ordens des Allerheiligsten Erlösers, an der St. Mathias-Kirche in Rochester, N. Y. Pater Kuborn ist am 4. Juli 1822 zu Mertert, Canton Grevenmacher von wohlhabenden, gut katholischen Eltern, Ackersleute, geboren worden. Der Vater, Johann Kuborn, stand 32 Jahre an der Spitze der Verwaltung Mertert´s als Bürgermeister (Mutter: Engling Elisabeth). Derselbe war ungemein geachtet und geehrt beim Volke, war dem Seelsorger eine treue Stütze in allen kirchlichen Angelegenheiten und ward vom König Großherzog in Folge seiner Verdienste mit dem Orden der Eichenkrone dekoriert.
Pater Kuborn machte seine Studien am Athenäum in Luxemburg, musste dieselben aber krank-heitshalber aufgeben und widmete sich vier Jahre dem Kaufmannsstande. Bischof Laurent, selig, den er zum Beichtvater hatte, hielt ihn an, nach Herstellung seiner Gesundheit seine Studien wieder aufzunehmen. Er beendigte die klassischen Kurse in Luxemburg, trat dort ins Priesterseminar, wo er Philosophie und Theologie hörte. Nach seinem Austritte aus dem Seminar im Januar 1852 trat er in den Redemptoristenorden ein, vollendete sein Noviziat in Saint-Nicolas-du Port in Frankreich, setzte die theologischen Studien noch zwei Jahre im Scholasticat des Ordens fort, wurde im Juni 1855 zum Priester geweiht und zwar in Metz vom Bischof Dupont des Loges, selig. Er kehrte nach seiner Ordination ins Ordenskloster in Luxemburg zurück, wo er zwei Jahre in den Missionen wirkte. Darauf nach Trier versetzt, widmete er sich 15 Jahre lang den Missionen und den Berufarbeiten seines Ordens; während 14 Jahren war Pater Kuborn dort Beichtvater im bischöflichen Convicte und Seminar, ein steter Freund und Vater der studierenden Jugend, und noch heute bewahren ihm viele Hundert Priester der Diözese Trier ein dankbares Andenken.
Beim Ausbruch des deutsch-französischen Krieges rückte er als Geistlicher mit ins Feld. Nach blutigen Schlachten spendete er vielen Tausenden verwundeter Krieger die letzten Tröstungen ihres Glaubens. Dafür erhielt er eine preußische Auszeichnung und im Monate Mai 1873, als zu einem „mit den Jesuiten verwandten Orden“ gehörend, die preußische Ausweisung aus der Heimat.
Pater Kuborn kam nach dieser echt preußischen Belohnung für treu geleistete Dienste im Monate September 1873 nach Amerika. In Baltimore wurde ihm die Herz Jesu-Gemeinde übertragen, doch wirkte er zu gleicher Zeit in seinem berufe an der St. Michaels-Gemeinde. Seit jener Zeit ist er als Ordensmann in den größeren Städten Nord-Amerikas tätig gewesen: in New York besonders und in Philadelphia, Baltimore, dann in Missionen in Cincinnati, Chicago, Pittsburgh, Montreal in Canada, und ist jetzt Rector der St. Mathias-Gemeinde in Rochester, N.Y. Hier feierte man seine Sekundiz 1887 in einer überraschend großartigen Art.
Source: Die Luxemburger in der Neuen Welt, Gonner, Dubuque, Iowa, 1889
SubjectAuthorDate Posted
Rene_Daubenfe... 27 Aug 2005 2:17PM GMT 
Pierre_SCHART... 13 Jun 2013 4:54AM GMT 
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