Carl Bäumle of New Braunfels, Comal Co., TX, newspaper clipping about his death
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Carl Bäumle of New Braunfels, Comal Co., TX, newspaper clipping about his death
„Neu-Braunfelser Zeitung“ , Freitag, den 3. Sep. 1869 , Ausgabe No. 41, herausgegeben und redigiert von Ferdinand Lindheimer:
Letzten Samstag Abend wurde auf einer 3 Meilen von der Stadt entfernten Farm, welche in einer dicht besiedelten Gegend, am Comal Creek liegt, ein scheußlicher Mord verübt, das Opfer dieser Unthat war ein älterer deutscher Farmer, welcher unverheurathet und als einzelner Mann auf seiner kleinen Farm lebte, wo er durch Fleiß und Sparsamkeit sich ein Vermögen erworben hatte. Sein Name ist Karl Bäumle.
Die Leichenschau des Geschworenen- Gerichts u. des Arztes giebt das Urtheil ab, daß Karl Bäumle durch Schläge mit einem stumpfen Werkzeuge u. durch Strangulierung ermordet wurde. An dem Hinterkopfe des Ermordeten befanden sich drei Wunden, von welchen jede einen Zoll lang war, sein linker Kinnbacken war zerbrochen und der Körper wies viele Spuren von Quetschungen, das Gesicht war geschwollen und die Zunge hervorstehend, um den Hals der Leiche gefand sich ein Stück von einen Haar- Rope, welches außerordentlich stark zusammengezogen war. Eine Kiste stand vor dem Hause, welche erbrochen war. Im Hause lagen Zündhölzchen zerstreut und auf dem Fußboden waren die Spuren von einem nicht mehr brennenden Feuer zu sehen.
Das Zeugenverhör ergab, daß mehrere Leute an jenem Abend ein Schreien von Bäumle gehört haben und daß ein 12-jähriger Knabe gesehen habe, wie 5 Männer auf Bäumle losschlugen, worauf zwei dieser Männer den Gemordeten bei den Beinen packten und ihn wegschleiften. Vor dem Mord sah ein kleiner Knabe des Nachbars Schäfer fünf bis sechs Reiter in die Gegend kommen. Der Mord wurde vor Sonnenuntergang verübt. Als schon die Dämmerung eingetreten war, kam der nächste Nachbar Bäumles aus der Stadt zurück und an der Mordstelle vorbei. Er sah einen fremden Mann aus dem Hofe von Bäumles Farm heraus-kommen und an der Tenne sah er noch zwei andere Männer, welche eben im Begriffe waren, auf ihre Pferde zu steigen.
Man hat den starken Verdacht, daß der Mord von Mexikanern begangen wurde, und daß dabei zwei Mexikaner, die erst vor ein paar Tagen aus dem Dienste des Herrn Friederich Schäfer, des nächsten Nachbarn von Bäumle, getreten waren, sich bei dem Morde betheiligt haben. Von Herrn August Schmitz, welcher als Friedensrichter bei der Untersuchung fungierte, wurden sofort alle möglichen Maßregeln zur Verhaftung der muthmaßlichen Mörder ergriffen. Nach San Antonio und anch Austin wurde telegraphirt und der Sheriff von San Markus bauftragt einen Mexikaner anzuwerben, welcher 14 Tage lang den Mördern nachspüre.
Gestern Morgen kam eine Abtheilung B. St. Cavallerie auf dem Wege nach Austin durch unsere Stadt, wie es heißt, in Verfolgung der muthmaßlichen Mörder von Bäumle, welche auf dem Wege von hier nach Austin gesehen worden waren.
Letzten Samstag Abend wurde auf einer 3 Meilen von der Stadt entfernten Farm, welche in einer dicht besiedelten Gegend, am Comal Creek liegt, ein scheußlicher Mord verübt, das Opfer dieser Unthat war ein älterer deutscher Farmer, welcher unverheurathet und als einzelner Mann auf seiner kleinen Farm lebte, wo er durch Fleiß und Sparsamkeit sich ein Vermögen erworben hatte. Sein Name ist Karl Bäumle.
Die Leichenschau des Geschworenen- Gerichts u. des Arztes giebt das Urtheil ab, daß Karl Bäumle durch Schläge mit einem stumpfen Werkzeuge u. durch Strangulierung ermordet wurde. An dem Hinterkopfe des Ermordeten befanden sich drei Wunden, von welchen jede einen Zoll lang war, sein linker Kinnbacken war zerbrochen und der Körper wies viele Spuren von Quetschungen, das Gesicht war geschwollen und die Zunge hervorstehend, um den Hals der Leiche gefand sich ein Stück von einen Haar- Rope, welches außerordentlich stark zusammengezogen war. Eine Kiste stand vor dem Hause, welche erbrochen war. Im Hause lagen Zündhölzchen zerstreut und auf dem Fußboden waren die Spuren von einem nicht mehr brennenden Feuer zu sehen.
Das Zeugenverhör ergab, daß mehrere Leute an jenem Abend ein Schreien von Bäumle gehört haben und daß ein 12-jähriger Knabe gesehen habe, wie 5 Männer auf Bäumle losschlugen, worauf zwei dieser Männer den Gemordeten bei den Beinen packten und ihn wegschleiften. Vor dem Mord sah ein kleiner Knabe des Nachbars Schäfer fünf bis sechs Reiter in die Gegend kommen. Der Mord wurde vor Sonnenuntergang verübt. Als schon die Dämmerung eingetreten war, kam der nächste Nachbar Bäumles aus der Stadt zurück und an der Mordstelle vorbei. Er sah einen fremden Mann aus dem Hofe von Bäumles Farm heraus-kommen und an der Tenne sah er noch zwei andere Männer, welche eben im Begriffe waren, auf ihre Pferde zu steigen.
Man hat den starken Verdacht, daß der Mord von Mexikanern begangen wurde, und daß dabei zwei Mexikaner, die erst vor ein paar Tagen aus dem Dienste des Herrn Friederich Schäfer, des nächsten Nachbarn von Bäumle, getreten waren, sich bei dem Morde betheiligt haben. Von Herrn August Schmitz, welcher als Friedensrichter bei der Untersuchung fungierte, wurden sofort alle möglichen Maßregeln zur Verhaftung der muthmaßlichen Mörder ergriffen. Nach San Antonio und anch Austin wurde telegraphirt und der Sheriff von San Markus bauftragt einen Mexikaner anzuwerben, welcher 14 Tage lang den Mördern nachspüre.
Gestern Morgen kam eine Abtheilung B. St. Cavallerie auf dem Wege nach Austin durch unsere Stadt, wie es heißt, in Verfolgung der muthmaßlichen Mörder von Bäumle, welche auf dem Wege von hier nach Austin gesehen worden waren.
